Allianz: Direkt-Versicherer auf EU-Ebene

Die Allianzversicherung will ihre Versicherungen europaweit vereinheitlichen und bietet sich als Direktversicherung an.

Jüngst hatte die Allianz die Frage der Haftung beim Autonomen Fahren angestoßen und plädiert dafür, dass diese bei den Fahrenden bleibt. Das scheint im Zusammenhang mit internen Umstrukturierungen zu stehen.

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Bisher war die Allianz davon überzeugt, dass eine klassische Kfz-Versicherung für das Autonome Fahren ausreicht. Das mag auch daran liegen, dass diese Versicherungsart viel Geld in die eigene Kasse spült. Doch schon bei den Telematik-Versicherungen, die sich immer mehr durchsetzen, ist das Verhältnis anders.

Zuletzt sind die Erträge bei der Allianz nicht so gut ausgefallen, wie man es erhofft hatte. Die Allianz macht aber dennoch noch gut Gewinn. Aber um diesen zu steigern will man die Kfz-Versicherung einfacher gestalten und gründet einen Direktversicherer. Dabei fallen vor allem Beratungskosten weg. Die Vereinfachung soll durch zentrale Vertragserstellung erreicht werden.

Damit will man die Einnahmen ab kommendem Jahr zunächst in Deutschland, Italien, den Niederlande und Spanien verbessern. Bis 2021 sollen die Gewinne jährlich um vier Prozent wachsen.

Die Allianz versichert automatisierte Fahrzeuge von BMW und von EasyMile. Dennoch erarbeitet BMW derzeit ein Versicherungsmodell mit der Swiss Re.

Mit dem prognostizierten Wegfall des Privatautos werden künftig vor allem Flotten versichert werden. Denn wenn es Robotertaxis gibt, werden einzelne Unternehmen ganze Fuhrparks betreiben und das Privatauto wird ein Auslaufmodell. Das stellt die Versicherungsindustrie vor neue Herausforderungen. Vor allem auch dann, wenn sich die Anzahl der Unfälle signifikant reduziert. Dafür wird aber die Reparatur des Fahrzeugs teurer, da mehr wertvolle Technik, wie Sensoren, verbaut werden.

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