AIAx – KI bei der Konstruktion von Autos

Die Künstliche Intelligenz soll Daimler dabei helfen, Fahrzeuge zu entwerfen.

Schon heute setzt man bei Herstellern, wie Mercedes-Benz, bei der Konstruktion von Fahrzeugen auf Computersysteme. Nun wird auch die Künstliche Intelligenz hinzugeschaltet.

CAx goes AIAx: Künstliche Intelligenz lernt von ExpertenCAx goes AIAx: Artificial Intelligence learns from experts

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Künstliche Intelligenz auch dieses Segment unterwandert. Bisher bediente man sich bei der Fahrzeugentwicklung der computergestützten Systeme “Computer Aided Design” (CAD) und “Computer Aided Engineering” (CAE). Doch die CAx Systeme scheinen aus der Zeit gefallen, wo die Künstliche Intelligenz (KI) im Auto vordringt. So dient die KI meist der Bildanalyse oder hat im MBUX Infotainmentsystem von Mercedes-Benz Eingang gefunden.

Derart soll die Künstliche Intelligenz auch dabei helfen, die Fahrzeugentwicklung zu vereinfachen und zu verbessern. Sie wird die Herrscherin über die großen Datenmengen und soll die unterfordernden Jobs bei der Fahrzeugentwicklung übernehmen. Der Ansatz wird Artificial Intelligence Aided x, kurz AIAx, genannt.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Entwicklung wurde auf drei Jahre veranschlagt, wobei der Fahrzeughersteller Daimler eine Führungsrolle eingenommen hat.

Die Künstliche Intelligenz soll komplexe Rechenaufgaben übernehmen, wie sie bei der Entwicklung von neuen Modellen vorkommen. Dabei soll die lernfähige Maschine künftig mehr Tätigkeiten übernehmen, die bisher Menschen ob ihrer gesammelten Erfahrungen ausüben. Dieses Fachwissen soll auch von einer Künstlichen Intelligenz benutzt werden.

Die Kriterien für Entscheidungen bei der Fahrzeugentwicklung sollen in Datenbanken hinterlegt werden. Durch Simulationen sollen die Künstlichen Intelligenzen dieses Fachwissen anwenden. Das ist denn auch der Fokus des Forschungsprojekts: die Entwicklung eines Algorithmus’ aus gesammelten Erfahrungen der Menschen. Diese sollen mit beispielsweise den Ergebnissen von Crashtests vermengt werden. Auf dieser Grundlage soll die Künstliche Intelligenz Empfehlungen abgeben können.

Von der empfehlungsfähigen KI erhofft man sich eine Optimierung der Konstruktionskosten. Derart will man sie mit Vorschlägen füttern, die sie dann in kürzester Zeit bewertet. Dabei, so unterstreicht der Konzern in der Pressemitteilung, bleibt die Verantwortung beim Menschen.

Diese Entwicklung soll aber nicht nur im Fahrzeugbau angewandt werden, sondern überall wo es um Maschinenbau geht. Eine weitere Entwicklung der Industrie 4.0.

Neben Daimler sind die Firmen DYNAmore GmbH, Endress+Hauser SE & Co. KG und die USU Software AG Spitalhof Teil des Forschungsprojekts. Außerdem sind die Forschungseinrichtungen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Technische Universität Berlin mit von der Partie.

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