Ablenkung im Straßenverkehr ist tödlich

Eine neue Studie zur Ablenkung der Universität von Missouri belegt, dass ablenkende Fahrende 29-mal häufiger in Unfälle verwickelt sind.

Forschende der University of Missouri haben sich der Ablenkung im Straßenverkehr gewidmet und fanden heraus, dass man dadurch 29-mal häufiger an Unfällen beteiligt ist.

Opel-KARL-Interior Smartphone-Integration

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Die Ablenkung im Auto geschieht nicht selten durch das Smartphone oder die Nutzung des Infotainmentsystems. Auch der Uber-Unfall, der starkes Medieninteresse auf sich zog, war dadurch bedingt. Inzwischen wurde klar, dass der Fehler nicht beim Auto, respektive bei Uber lag, sondern bei der Test-Fahrerin.

Das Lesen einer SMS dauert fünf Sekunden. Wenn man dabei mit 90 Stundenkilometer fährt, hat man die Länge eines Fußballfeldes im Blindflug passiert. Das bedeutet, das Auto fuhr auf diese Distanz unkontrolliert und das endet zuweilen tödlich.

Die Studie richtet sich aber weniger an Privatpersonen, sondern an die Gesetzgebung in den USA. Die Ergebnisse legen Verhaltensregeln nahe, die die Zahl der Unfalltoten reduzieren sollen. Derart fordert man mehr Aufklärung und Gesetzesänderungen zum Verbot der Nutzung des Smartphones während der Fahrt. In Deutschland ist das bereits verboten.

Die Studie untersuchte Unfallberichte der Polizei und man rekonstruierte Unfallhergänge mit den Aktionen von Fahrenden in der entsprechenden Umgebung. Die Datengrundlage basierte auf der Studie des Natural Research Driving des zweiten Strategic Highway Research Programms des Transportation Research Board. Darin finden sich Berichte von über 3.000 Fahrenden.

Derart fanden sie eine Korrelation zwischen Fahrbahnbreite und Geschwindigkeit im Verhältnis zur Schwere des Unfalls. Im Ergebnis, so die Studie, erzeugen Ablenkungen eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Unfall, und zwar um den Faktor 29.

Quelle (englisch)

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