5G Ausbau – Österreich und Spanien | Deutschland abgeschlagen

In Österreich und in Spanien starten die ersten 5G Netze. In Deutschland verzögert sich der Breitbandausbau.

Der Mobilfunkanbieter Drei in Österreich startet das 5G-Netz in Linz. Dabei soll es sich um das erste flächendeckende 5G-Netz handeln.

Funkmasten

Funkmasten

Die Konkurrenz in Österreich habe bisher nur einzelne Sendemasten installiert. Der Mobilfunkanbieter Magenta will 5G flächendeckend ab 2022 zur Verfügung stellen. Der Anbieter A1 startet den kommerziellen Betrieb ab 2020.

Drei hat nun 20 Sendeanlagen in Betrieb genommen und decke damit die Innenstadt von Linz ab. Das Netz wird dann für die ersten Kunden geöffnet, dafür müssen deren Smartphones mit der entsprechenden Technik ausgestattet sein. Man erreiche zwar nur einen bestimmten Kundenkreis, dafür sei die Nutzung zunächst kostenlos.

Die gesamte Stadt soll bis Ende des Jahres mit 5G versorgt werden, so der Plan. Des Weiteren will man auch in anderen Gebieten des Landes Österreich vorankommen. Vorschläge nimmt das Unternehmen gerne entgegen. Über die Kosten bewahrte man Stillschweigen. Als Partner für den Ausbau greift Drei auf ZTE zurück, dem – wie auch Huawei – Spionage-Vorwürfe gemacht werden. Auch Huawei ist als Partner noch im Gespräch.

Des Weiteren arbeitet man mit dem spanischen Spiele Anbieter PlayGiga zusammen, damit sollen via 5G Spiele auf dem Fernseher ermöglicht werden.

In Spanien hat der Mobilfunkanbieter Vodafone sein erstes 5G-Netzwerk in Betrieb genommen. Dafür kooperiert man ebenfalls mit Huawei. Das Netz soll 15 große Städte in Spanien abdecken, dazu zählen Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla. Der Service soll bis zum Jahresende ausgebaut sein. Schon jetzt kann man sich entsprechende Tarife und Smartphones sichern.

Ansonsten ist das 5G Netz noch in Teilen der Schweiz und in Großbritannien vorhanden. Auch hier ist Huawei als Ausrüster zugelassen. Auch in Deutschland wird Huawei mit von der Partie sein.

Derweil hat die Bundesregierung in Deutschland das selbst gesteckte Ziel, 50 Mbit pro Sekunde für alle Haushalte zu erreichen, weit verfehlt. Von der Funklochbeseitigung ganz abgesehen, was der ehemalige Bundesverkehrsminister, Alexander Dobrindt (CSU) bis 2018 erreichen wollte. Die von Angela Merkel (CDU) versprochene Abdeckung wurde nur zu 88 Prozent erreicht.

Die Bundesregierung stellte für den Ausbau 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung und baute auf Freiwilligkeit. Das habe abermals nicht funktioniert und nur 150 Millionen Euro wurden ausbezahlt. Derart wurden nur 3,3 Prozent der Fördersumme seit 2014 abgerufen. Das Geld wird erst nach Fertigstellung gestellt, diese Praxis ließ das Projekt scheitern, so Fachleute. Denn die Überbrückungszeit betrage 25 Monate.

Quellen: futurezone, china.org.cn und computerbase

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