ZVEI Konferenz | Zusammenfassung

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Gestern fand der erste von zwei Tagen der ZVEI Konferenz in Berlin statt. Vorträge waren unter anderen von Sigmar Gabriel und Günther Oettinger.

Der Eröffnungsrede hielt der Präsident des ZVEI, Michael Ziesemer und verband die digitale Revolution mit der Nachhaltigkeit. Die Frage ist, wie wird uns die digitale Welle erfassen, nicht ob sie uns erfasst. Dabei müsse Deutschland konkurrenzfähig bleiben, vor allem mit Blick auf die USA und China.

Sigmar Gabriel auf ZVEI Konferenz

Die Antworten auf die Einführungsfragen muss die Politik geben. Aber abgesehen von der Regulierung ist die technische Standardisierung weltweit durchgesetzt.

Der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich mit den Veränderungen durch die digitale Revolution beschäftigt. Die Technologie würde das Leben verändern und das war schon immer so. Digitalität hat ein großes wirtschaftliches Potential, schon jetzt macht die digitale Branche drei Prozent des BIPs aus. Und auch hier sei Deutschland ein Exportland.

Doch brauche man keine Angst vor der Veränderung haben, auch wenn sich dadurch die Gesellschaft und die Arbeitswelt ändern wird. Er warb für eine Kooperation zwischen Industrie und Forschung. Um das Vertrauen in die Technik zu stärken, bräuchte es eine „Positivdebatte“. Die Bundesregierung würde mit der digitalen Agenda ihren Teil der Vorbereitung erfüllen. Heute will sich Gabriel mit Google treffen.

Abschließend sprach Günther Oettinger, etwas verspätet, in seiner Keynote über die digitale Revolution in seiner Eigenschaft als EU-Kommissar für Digitales. In seiner gewohnten Art, ging es ihm ebenfalls vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit. Die Wortwahl war mit vielen englischen Wörtern und vielen Beispielen gespickt, vielleicht um die Notwendigkeit der Veränderung hin zum Digitalen zu verdeutlichen. Die Wortwahl wollte womöglich auch den Modernisierungswillen unterstreichen, wobei er die US-Dominanz brechen will. Und Bildung sei der Schlüssel, wobei er alle mitnehmen will. Die Älteren, die nicht „digital natives“, sind dabei die Zielgruppe.

Die Datensicherheit soll ein Qualitätsmerkmal der EU werden, also die sichere Übertragung, nicht die Auswertung. Der Datenschutz wurde nicht thematisiert, als stünde er im Widerspruch. Die Daten müssen aber ausgewertet werden, so Oettinger, das sollte man nicht dem Silicon Valley überlassen. Die Daten müssen in Europa bleiben und dort einen Mehrwert schaffen. Der geschlossene Binnenmarkt in der EU mit Anrainerstaaten können attaktiver werden, als die USA heute.

Doch die Bürokratie und das Klein-Klein der 28 EU-Staaten mit unterschiedlichen Verordnungen und den Datenschutzbestimmungen machten Innovationen schwer. Und große Unternehmen würden diesen Flickenteppich ausnutzen und sich dort niederlassen, wo man solche Gesetze umgehen könne. Daher brauche Europa eine einheitliche digitale Agenda und einen digitalen Binnenmarkt, der alles umfasse.

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