Weitere Details zum Uber-Unfall

Der tödliche Uber-Unfall zieht weite Kreise und es gibt Berichte über Probleme bei Ubers Testfahrten.

Letzte Woche starb eine Frau, weil sie über eine vierspurige Straße ging und von einem Uber Testwagen, der im Autonomen Modus fuhr, angefahren wurde. Die Frau verstarb und die Tochter will nun klagen.

Kaputtes Uber-Auto nach tödlichem Unfall

Kaputtes Uber-Auto nach tödlichem Unfall. Quelle: NYT

Wie US-Medien berichten gab es schon länger Probleme bei Uber mit den Autonomen Testfahrten. Anfänglich wollte Uber nicht mal eine Genehmigung einholen, was man aber dann machen musste. Inzwischen wurde bekannt, dass es schon monatelang Schwierigkeiten gäbe.

Diese lägen bei Baustellen oder schweren Lkws. Auch die Fahrenden seien nicht so einsatzbereit während der Fahrt, wie dies vorgesehen ist. Tatsächlich war auch der Fahrer des Testwagens, der die Frau überfuhr, abgelenkt. Ich denke, dass es ja der Grund ist, warum man die Technik noch testet und nicht vermarktet – weil sie noch nicht final ist.

Aber, die US-Medien berichten auch, dass Uber die Kommerzialisierung noch dieses Jahr anpeilte. Damit würde man mit Waymo (Google) gleichziehen und wäre noch vor General Motors am Markt. Das soll auch zu einem überbordenden Druck geführt haben, bei dem man wohl Fehler gemacht hat. Andererseits gab es wohl von der Uber Führung die Überlegungen das gesamt Projekt zum Autonomen Fahren einzustampfen.

Schon davor war Uber dazu übergegangen die Testfahrten mit einer statt zwei Überwachungspersonen auszustatten. Wobei die zweite Person nicht den Verkehr, sondern die Fahrzeugwerte überwachte. Es soll, wie auch bei Ford, dazu gekommen sein, dass das Überwachungspersonal eingeschlafen sei. Die Person soll entlassen worden sein und es soll auch andere Vorfälle mit den Testfahrenden gegeben haben.

In Arizona, wo der Unfall geschah und ebenso alle Branchenbeteiligten testen, sind die Sicherheitsanforderungen weniger streng als in Kalifornien. Aber auch dort kann man ab kommendem Monat die Autonomen Autos ohne Personal auf die Straße schicken.

Quelle (englisch)

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