Was kommt dieses Jahr?

Das Jahr 2016 wird für das Autonome Fahren einen Meilenstein darstellen, nach dem was man schon 2015 erreichte.

Das Ziel des Autonomen Fahrens ist immer noch nicht technisch machbar, aber in diesem Jahr wird die Automobil- und Softwareindustrie wohl die Teilautonomie erreichen. Wie sich meines Erachtens die Zukunft gestaltet und wie weit man derzeit ist, kann man hier nachlesen.

Strasse Berlin

Die Deadlines für die vollständige Autonomie der Fahrzeuge (siehe auch Glossar) sollte noch vor einigen Jahren im Jahr 2020 sein. Doch bald wurde der Optimismus von mehreren Hindernissen gebremst. Die Technik war noch nicht so ausgereift und das Datenmaterial noch gering. Die Kosten für die Sensorik sinken erst allmählich und die Rechenkapazität im Auto steigt allmählich.

Und die gesellschaftlichen Hürden sind 2015 immer noch nicht genommen worden: Die Frage der Haftung, die Frage des Datenschutzes und die Zulassungsbestimmungen. Dieses Jahr hatte Dobrindt aber seine Strategie präsentiert und die A 9 wird zur Teststrecke für Vernetztes- und Autonomes Fahren ausgebaut. Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt bietet man Testmöglichkeiten. Im einem Ranking der Nationen liegen nach Roland Berger die USA und Europa vorne, doch Japan holt schnell auf.

Während die Industrie die Forschung voranbringt, ist auch die Versicherung noch nicht so weit; obgleich die Versicherung AXA für nächstes Jahr einen Telematik-Tarif herausbringt. Doch wer versichert ein Autonomes Auto? Jedoch zeigen verschiedene Studien einen Trend zur Akzeptanz der Technik in der Bevölkerung.

Von der Universität von Michigan kamen 2015 viele interessante Studien. Darunter eine, die der Idee nachgeht, dass nicht mehr länger der Mensch, sondern das Auto einen Führerschein machen muss.

Das Jahr 2015 brachte viele Kooperationen und auch einige Aufkäufe – der Wettbewerb um die Entwicklung hat die Autobranche in ihren bisherigen Vorstellungen erschüttert. Die Neuigkeit der letzten Monate war, dass Google nun wohl einen Produzenten für sein Auto gefunden hat – es wird Ford.

Nahezu alle Autohersteller versuchen nun die Assistenz- und Infotainmentsysteme einzubauen, derart erreichte die Technikwelle 2015 auch den Kleinwagen-Bereich. Zumal der Euro NCAP Test Autonome Bremssysteme  für die Bestnote vorschreiben. Die großen deutschen Autohersteller haben sich sogar zum Kauf von HERE zusammengetan und treten damit in digitale Kartenwelt ein.

Tesla hatte 2015 das Update 7.0 zur Teilautonomie ausgeliefert und das “over-the-air”, also per WLAN. Das dürfte sicherlich Nachahmung finden, doch in Sachen Teilautonomie ist Tesla nicht alleine. Mercedes-Benz hat den Freightliner Inspiration in Nevada zugelassen und Hyundai hat noch im Dezember den EQ900 mit einem Autobahnassistenten auf den Markt gebracht.

Im kommenden Jahr werden einige ebenfalls solche teilautonomen Systeme anbieten, dabei sind aktive Einparkhilfen und eben der Autobahn-, respektive Stauassistent in Aussicht. Auch Ausweichsysteme, vor allem für die Stadt, werden 2016 im Fokus stehen. Denn 2015 ist das Projekt UR:BAN beendet worden.

Ein großer Bereich für 2016 wird auch die Datensicherheit vor Hacking Angriffen und dererlei werden. Auch wenn es wenig Beachtung fand, was das bereits 2015 ein Aufreger.

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