Volvo Projekt Drive Me – Übersicht & News

Volvo hat für sein Projekt Drive Me, ein weitgehend Autonomes Fahrzeug vorgestellt, das dann durch die Straßen Göteborgs fahren soll.

Gestern gab es eine Onlinepressekonferenz zum Drive Me Projekt von Volvo, leider hat es zumindest bei mir nicht richtig funktioniert. Bei Drive Me geht es um Autonome Auto in Schweden Großstadt die Menschen beim Pendeln unterstützen. Man will ein ganzheitliches System kreieren.

Seit 2014 läuft das Projekt und ab 2017 will man 100 Stück dieser Fahrzeuge an Privatkunden verleasen. Es wird ein Volvo XC90 sein, der 2017 ausgeliefert wird. 2019 wird das Projekt beendet. 2020 will man die Fahrzeuge auf den Markt bringen. Wer diese 100 Autos bekommt ist noch nicht klar. Was der Leasingpreis sein wird, ist auch noch nicht klar. Nach Göteborg will man das Projekt auch in der übrigen Welt weiterverfolgen.

Bei Autonomen Fahrzeugen ist es wichtig, dass die Technik die Situationen im Griff haben. Dazu fühlt man sich bei Volvo in der Lage, und will ein vollautonomes Auto einsetzen können. Allerdings sprach Hendrik Lind von Volvo bei der Pressemitteilung davon, dass man von hochautonomen Fahrzeugen reden würde, aber die Pressemitteilung ist da etwas enthusiastischer: Das System soll jegliche Verkehrssituation bewältigen können. Jedes System kann bei einem Ausfall auf ein Backup zugreifen. Zudem gibt es zwei Datenkanäle, falls einer ausfällt. Die Vernetzung mit der Cloud via 3G oder 4G, sowie intelligenten Brems- und Lenksystemen ermöglichen die lückenlose Bewältigung des Verkehrs.

Es soll ähnlich einem erfahrenen Menschen an Situationen herangehen, jedoch schneller reagieren können. Sind die technischen Schwierigkeiten zu hoch, respektive ist die Hardware betroffen, muss aber der Mensch wieder übernehmen. Das trifft auch auf den Fall zu, dass das Wetter extrem schlecht ist. Wird das nicht vom Menschen bestätigt, hält der Wagen an. Wie schlecht das Wetter sein muss, konnte man auf der Pressekonferenz nicht definieren. Aber mit fortschreitender Technik wird auch das gelöst werden, so Volvo.

Auf meine Frage, wie man mit der moralischen Frage umgeht, was also, wenn es zu einem Unfall kommt, sagte Karl-Johan Runnberg: Es gibt keine moralischen Entscheidungen. Obwohl es vorkommen kann, dass ein Unfall passiert, versucht man alles zu tun, damit es gar nicht so weit kommt. Zur Frage der Haftung, so Volvo, werde es eine Blackbox geben, die aber mehr Daten umfassen wird, als eine Blackbox in einem Flugzeug. Man betont aber, dass die Daten dem Kunden gehören.

Das System der Sensorik besteht aus sieben Radarsensoren: einen in der Front, vier in den Seiten und zwei Weitstrecken-Radarsysteme. Dazu kommen Lasersensoren und Trifokal Kameras, mit drei Linsen und verschiedenen Winkelgraden. Zusätzlich gibt es acht Kameras mit verschiedenen Reichweiten am Auto. Der Laser am unteren Teil des Wagens kann mit 140 Grad auf bis zu 150 Metern die Strecke abdecken. Auch Ultraschall nutzt das Auto und hat gleich zwölf davon. Die Preise der Sensoren, so Volvo, werden mit der Massenproduktion sinken.

Damit kann das Auto ein Echtbild der Umgebung zeichnen, in Bezug auf Verkehrszeichen, Straßenverlauf und Hindernissen.

Zur Navigation gehören GPS und 3D Kartenmaterial, welches permanent aktualisiert wird. Zur genauen Positionsbestimmung nutzt man zudem noch einen Kreiselsensor und einen Beschleunigungssensor.

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