TÜV Rheinland Studie zum Autonomen Fahren

Erneut bringt der TÜV Rheinland eine Studie zur Akzeptanz der Bevölkerung bezüglich des Autonomen Fahrens heraus.

Der TÜV Rheinland interessiert sich offenbar für das Autonome Fahren, denn man brachte bereits 2017 eine Studie zu dem Thema heraus. Außerdem plant der TÜV die Überwachung der Systeme, sobald diese auf dem Markt sind und man ist Kooperationspartner beim Testfeld Aldenhoven.

Aldenhoven Testing Center

Aldenhoven Testing Center. Fotoquelle: TÜV Rheinland

Dort stellte man auch die jüngste Studie vor, dernach die große Mehrheit der Menschen im Notfall das Lenkrad zu übernehmen wünschen. Das war ein Ergebnis der Befragung von 3.000 Personen aus den drei Ländern China, Deutschland und den USA. Das Autonome Auto zu nutzen können sich aber ebenso viele vorstellen. Die Voraussetzung ist aber, eine Sicherheitsgarantie bezüglich des Datenschutzes und -Sicherheit. Außerdem will man im Notfall selbst das Steuer übernehmen.

In China ist das Vertrauen in die Technik höher als in Deutschland und den USA. Dort waren 63 Prozent der Befragten überzeugt, dass das Autonome Fahren die Verkehrssicherheit erhöhen wird. Dieser Ansicht waren die Menschen hierzulande, wie in den USA, nur zu 34 Prozent.

Skeptische Stimmen & Überzeugungsarbeit

Die Skepsis gegenüber der Technik steigt mit der Automatisierungsgrad der Fahrzeuge. So ist die Teilautonomie (Level 3) nur für elf Prozent in Deutschland und für 15 Prozent in den USA eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit. Bezüglich des Vollautonomen Fahrens, Level 5, sehen über 50 Prozent eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit. In China liegt die Prozentzahl bei 24 Prozent – also weniger als die Hälfte teilen diese Einschätzung im Land der aufgehenden Sonne.

Nach Ansicht des TÜV Rheinland müsste man mit Aufklärungsarbeit diesem Trend entgegenwirken. Andere Studien verweisen auf die Erfahrung, die zur Akzeptanz beiträgt. Der Logik folgend, ist die Teilautonomie daher auch so akzeptiert, weil man damit bereits Erfahrungen gemacht hat.

Die Kritikpunkte, wie Datenschutz und -Sicherheit, sind in Deutschland am häufigsten vertreten. Den mangelnden Datenschutz fürchten in Deutschland 76 Prozent, in den USA 67 Prozent und in China 63 Prozent. Auch die Datensicherheitsbefürchtung liegt ähnlich verteilt, wobei die USA hierbei am meisten Missbrauch befürchtet wird.

Updates und Cyberkriminialität

Gut finden es daher die Meisten, dass es regelmäßige Updates via OTA gibt, was in China zu 80 Prozent, in den USA zu 68 Prozent und in Deutschland zu 64 Prozent der Fall ist. Zudem würde man nach Bekanntwerden eines solchen Zwischenfalls die Marke wechseln, so die Ansicht in China zu 60 Prozent, in den USA zu 61 Prozent und Deutschland mit 66 Prozent.

Auf die Frage, wer die Kompetenz hat, ein sicheres Autonomes Auto zu bauen, gaben die meisten die Hersteller an. In China waren es 71 Prozent, in Deutschland 55 Prozent und 41 Prozent in den USA.

Dass die Daten erhoben werden, ist den meisten klar. 55 Prozent der Befragten in den USA fühlen sich diesbezüglich nicht gut informiert, vor allem wozu die Daten genutzt werden. In Deutschland liegt der Wert bei 52 Prozent und in China bei 15 Prozent.

Die Akzeptanz der Datenweitergabe für Sicherheitsvorteile ist vor allem in China mit 71 Prozent vertreten. In Deutschland mit 45 und in den USA mit 42 Prozent.

Lösungen und der Notfall

Die Regelung für das schnelle Erreichen der Ziele sehen die Befragten vor allem als Aufgabe der Politik, aber auch der Industrie. In Deutschland will man zu 53 Prozent aber dennoch die Möglichkeit haben, selbst zu fahren und für 49 Prozent ist die Frage der Haftung und des Datenschutzes noch zu klären.

In den USA wollen 47 Prozent im Notfall das Steuer übernehmen und ebenfalls 47 Prozent wollen eine Garantie für die technische Sicherheit, wobei 43 Prozent explizit die Datensicherheit meinen. In China ist die Datensicherheit für 43 Prozent wichtig, der Datenschutz für 40 Prozent und die Diebstahlsicherung für 36 Prozent.

Studie

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