Tech AD 2017 | Tag 2

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Die zweitägige Tagung – Tech AD 2017 – war voller Eindrücke, die ich gesammelt weitergeben möchte.

Der erste Tag der Tech AD 2017 ist bereits dokumentiert und nun der zweite Tag der Tagung.

Ford mit Lidar in Berlin

Ford mit Lidar vor dem Tagungsort

QNX – Datensicherheit

Von dem Blackberry-Ableger QNX, sprach Thomas Bloor über die Cybersicherheit. Im Zentrum der Überlegungen befinden sich die ECUs (electronic control units), die bereits massenhaft in modernen Autos eingebaut sind. Sie fördern das Verhalten und beispielsweise den Spritverbrauch. Darauf sind Chips, die stabil und berechenbar bleiben müssen. Das bezieht sich auch auf Domain Controller und deren Leistung. Dafür setzt man auf ein Gemisch aus Off- und Online Features, samt kritischen und unkritischen Elementen. Die Speichermedien müssen aufgeteilt werden und die Verteilung der Daten soll ein Programm „Partition scheduler“ vornehmen. Je mehr Partitionen auf verschiedenen Ebenen, desto höher die Datensicherheit.

TASS: Testen & Simulation

Bei dem Vortrag von Herrn Tideman von TASS ging es um das Testen, vor allem in der Simulation. Der Softwarespezialist TASS bietet die entsprechende Software an: madymo (Insassensicherheit), Delft-Tyre (Reifensimulation) und PreScan – die Simulationsplattform zum Testen aller fahrzeugrelevanten Systeme. Die Vorteile sind die Reproduzierbarkeit des Vorfalls oder die Fähigkeit jede erdenkliche Situation simulieren zu können. Dafür hat man die entsprechenden Modelle entwickelt, welche nahezu alles abdecken: Model in the Loop (MIL), Software in the Loop (SIL), Hardware in the Loop (HIL), Driver in the Loop (DIL) und Vehicle in the Loop (VIL). Derart kann man Sensoren, die Assistenzsysteme und die Wirkung auf die Menschen im Auto überprüfen. TASS ist auch beteiligt an der Etablierung des Testfelds AMC (American Center for Mobility) in Michigan.

Leddartech: 3D Flash Lidar

Das Unternehmen LeddarTech arbeitet mit Osram, innoluce oder  TriLumni zusammen. Bei dem Vortrag von Eric Pineau  ging es um den neuen Lidarsensor. Die Autos, die mit Sensoren ausgestattet sind, werden zunehmend mehr. Bis 2030 sollen es 117 Millionen sein (SAE Schätzung).  Die Fahrzeugautomatisierung wird im Jahr 2030 bei Level 4 elf Prozent ausmachen und dafür braucht es Lidar: Den Solid-State-Lidar ohne bewegliche Teile und geringem Stromverbrauch. Er nutzt eine andere Wellenlänge und verfügt über MEMS Mikrospiegel. Damit wird der Laserstrahl abgelenkt, womit man einen größeren Bereich scannen kann. Ein Algorithmus glättet die Ausschlagskurve, was auch kleinere oder entfernte Objekte sichtbar macht. Außerdem erreicht der Lidar mehr Reichweite.

Audi: Autonomes Parken

Bei dem Vortrag von Florian Schuller von Audi ging es um das Autonome Parkhaus. Die gesteigerten Fähigkeiten der Fahrzeuge erlauben neue Features. Dazu gehören Autonome Parkhäuser. Es braucht dafür ein Parkhausmanagement, standardisierte Kommunikation und eine bequeme Bezahlart. Die Vorteile sind einerseits eine gesteigerte Attraktivität und andererseits eine bessere Auslastung für die Parkhäuser. Die Verwirklichung liegt im Spannungsverhältnis der ausgebauten Infrastruktur, des Kartenmaterials und der Intelligenz der Fahrzeuge.

TTTech & Renesas: Datensicherheit & Performance

Jeweils ein Redner der beiden Firmen stellten die Entwicklung der Technik dar, womit sich SAE Level 3 (Teilautonomie) erreichen lässt. Dazu gehören auch Tests, die man selbst vornimmt. Mit R-Drive will man eine KI einsetzen, um die höheren Autonomiegrade zu erreichen. Angesichts der Entwicklung der Rechenkapazität ist das Convolutional Neural Network (CNN) eine neue Stufe: Eine Erhöhung der Leistung um den Faktor 160 bei einem Stromverbrauch, der nur noch das dreitausendstel ausmacht. Zu der Datensicherheit mit AUTOSAR auf ASIL-D referierte der TTT-Vertreter.

AUTOSAR: Rück- und Ausblick

Im Vortrag von Dr. Thomas Scharnhorst gab es einen Rückblick über die Leistungen von AUTOSAR (AUTomotive Open System ARchitecture), die eine Interessengemeinschaft der Industrie ist. 2003 gegründet hat man Standards etabliert und die Basis-Sofware entwickelt. Seit 2009 gibt es die Version 4.0.1 und enthält immer mehr Features. In diesem März soll die Version 4.3.1 herauskommen. Dabei soll an der Qualität, der Komplexität und den Marktbedürfnissen geschraubt worden sein. Im Übrigen unterstützt man künftig auch die Programmiersprache C++ bei AUTOSAR.

Delphi: V2E

Aus dem Hause Delphi sprach Serge Lambermont über deren Erfolge und die V2E Vernetzung. Wobei man bei Delphi auf 5,9 GHz DSRC (Dedicated Short Range Communication) setzt. Bei der Vernetzung der Fahrzeuge entwickelte Delphi das V2E – Vehicle to everything. Das impliziert die Kommunikation mit Fußgängern (V2P), mit der Infrastruktur (V2I) und selbstverständlich mit anderen Fahrzeugen (V2V). Vor allem Motorräder sollen anfangs Probleme bereitet haben.

Selbstverständlich gab es noch viel mehr Interessantes, da lohnt es doch mal selbst vorbeizuschauen.

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