Rückblick: Ende Juli – News des Autonomen Fahrens

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Die kleine Sommerpause näher sich dem Ende und so starte ich mit den Rückblicken der letzten drei Wochen. Die letzte Juli Woche und die ersten Augusttage hatten wieder einiges in sich.

Es gab wieder Kooperationsverhandlungen. So hat sich der Zulieferer ZF-TRW bei Ibeo eingekauft. Ibeo ist ein Spezialist für Lidar-Sensoren. Ibeo hat ein Lidarsystem entwickelt, welches keine rotierenden Spiegel braucht. Die Technik nennt sich Solid State Technologie, welche die Hardware kleiner macht. Darüber hinaus interessiert man sich bei ZF-TRW für die Fusionstechnologie der Sensoren. Derart sollen Kamera-, Radar- und Lidarsysteme zusammenarbeiten, um ein umfänglicheres Bild der Umgebung zu erhalten. Vor allem für das Autonome Fahren ist dieser Ansatz relevant, denn damit kann das Auto mehr von der Umgebung wahrnehmen.

Letzten Sommer wurde der Jeep von Fiat Chrysler von Charlie Miller und Chris Valasek gehackt, die inzwischen von Uber eingestellt wurden. Dennoch haben die beiden erneut einen Jeep von Chrysler gehackt. Letztes Jahr konnten sie per Laptop Einfluss auf die Bremsen, die Lenkung und die Beschleunigung nehmen. Der Fehler wurde behoben. In diesem Jahr haben sie die CAN Schnittstelle im Auto genutzt und konnten auf die Autonomen Funktionen des Autos zugreifen. Das System agiert zwar nur bei 8 km/h, doch es ist ihnen gelungen, diese Limitierung zu umgehen. Für den Hack deaktivierten sie das Sicherheitsmodul mit einem falschen Update. Allerdings muss man dafür direkt auf den CAN Bus zugreifen, was nur im Auto möglich ist. Jedoch geben die beiden White-Hat Hacker an, dass man mit einem drahtlosen CAN Plugin das Auto auch aus der Entfernung hacken könnte. Dafür müsste man einen kurzen Zugang zum Auto bekommen.

Der Zulieferer Valeo hat eine Testfahrt durch die USA angekündigt, von der Ostküste bis zur Westküste des Landes. Rund 13.000 Meilen soll die Strecke lang sein, die man im September angehen will. Schon der Zulieferer Delphi hatte eine solche Fahrt gemacht, doch will man bei Valeo auf die Teilautonomie setzen. Die Strecke soll große Städte wie Los Angeles, Las Vegas, Seattle, Chicago, Detroit, Boston, New York, Miami, San Antonio und San Diego umfassen. Die Testfahrt soll alle Szenarien umfassen, vom urbanen- bis zum Autobahn-Verkehr. Das Auto, das in Zusammenarbeit mit Ibeo entstand, verfügt über das zentrale Cruise4U System und zur Sensorik gehören Ibeo-Lidarscanner, Infrarotlaser, Radar- und Kamerasysteme.

Uber hat sich derweil aus China zurückgezogen und investiert in Kartenmaterial für das Autonome Fahren. Dafür hat man rund 500 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Nach Angaben des Handelsblatts glaubt man an einen Befreiungsschlag von den bisher genutzten Karten von Google, also Google Maps. Auch Ford hat sich für ein eigenes Kartenmaterial entschieden. Der deutsche Kartendienst HERE bekommt einen neuen Chef, Ralf Herrtwich, der bisher Chef der Automotive Abteilung war. Zudem wurden weitere Personen engagiert, die früher bei Cisco oder SAP gearbeitet haben.

Und in Deutschland plant das Verkehrsministerium sechs Städte zu Testfeldern für das Autonome Fahren zu machen, wie die dpa berichtet. Bisher waren die Städte nicht bekannt gegeben worden, Ende Juli änderte sich das. Die Städte werden Braunschweig, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Ingolstadt und  München sein. Andere Gemeinden sollen optional noch hinzukommen. Auffallend ist, dass keine Stadt in Baden-Württemberg liegt, was aber auch daran liegen kann, dass man hier eine eigene Ausschreibung durchgeführt hatte. Die Auswahl der Städte impliziert die Vernetzung derer Straßen.

Vermutlich vor dem Hintergrund des Tesla-Vorfalls, hat Mercedes-Benz im Juli eine Werbung aus dem Programm genommen. In dem Spot für die E-Klasse zeigt man einen F 015, welcher Autonom Fahren kann. Die E-Klasse verfügt jedoch „nur“ über Teilautonomie. Das war auch bei Tesla ein Punkt, den viele nicht verstanden haben. Offiziell wurde der kritisierte Spot wegen einer möglicher Verwirrung offline genommen. Tesla hat die Bezeichnung „selbstfahrend“ im Übrigen ebenfalls aus der Werbung herausgenommen.

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