Nuance & DFKI für KI beim Autonomen Fahren

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Das deutsche Zentrum für KI und der IT-Experte Nuance kooperieren für eine Sprachbedienung via KI im Autonomen Auto.

Für die Entwicklung eines durch die Sprache bedienbaren Systems auf Basis einer Künstlichen Intelligenz, arbeiten Nuance und das DFKI zusammen.

Das Unternehmen Nuance Communications, Inc. entwickelt intelligente Systeme für die HMI Kommunikation und für die Datenverwaltung. Durch die Kooperation mit dem DFKI, zu deren Mitgliedern auch Volkswagen, Google, Microsoft, Intel, SAP, BMW, Bosch und die Deutsche Telekom gehören, hat nun auch Nuance einen Sitz im Gesellschaftsrat auf dem DFKI-Campus in Saarbrücken.

Die Entwicklung der Sprach-HMI soll bei Autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Übergabe vom Autonomen in den Manuellen Fahrmodus. Um die umstandslose und schnelle Übergabe zu ermöglichen, während sich die Insassen noch anderen Dingen widmen, hat man eine Studie durchgeführt.

Dabei wollte man die effektivste Methode herausfinden, wie man die Aufmerksamkeit der Insassen lenken kann. Die Probanten wurden in eine Fahrsimulation gesetzt und mit der Aufgabe betreut, sich mit etwas zu beschäftigen. Während sie lasen, schrieben oder Musik hörten, würde eine Warnung ausgegeben. Danach mussten sie das Steuer übernehmen.

Die Simulationen enthielten verschiedene Szenarien, mit unterschiedlichen Wetter- oder Verkehrssituationen, aber auch Sensor- oder Systemfehler. Im Ergebnis favorisierte die Mehrheit eine integrierte, multimodale Benutzeroberfläche mit akustischen, haptischen und visuellen Warnungen. Je nach Beschäftigungsart sollte eine der Warnungsvariationen auftreten.

Beim Lesen akustische oder haptische, beim Schreiben beispielsweise nur akustische Warnungen. Beschäftigungsunabhängig wurde der Warnton am Beliebtesten und am Vertrauenswürdigsten eingestuft. Die kürzeste Reaktionszeit brachte die Warnung, wenn die Personen Musik oder anderen akustischen Reizen lauschten.

Schon zuvor hatte Nuance eine Umfrage im anglo-amerikansichen Raum durchgeführt, bei der nach den Lieblingsaktivitäten im Autonomen Auto gefragt wurde. Auf einer längeren Reise, wobei man allein im Auto wäre, würden 64 Prozent Radio hören, 63 Prozent entspannen, 42 Prozent telefonieren oder Surfen und 36 Prozent würden sich über Nachrichten informieren. In allen Fällen braucht es einen Mix aus den drei Warnmöglichkeiten.

Bei Fahrten mit anderen Personen in einem Autonomen Auto lägen die Aktivitätspräferenzen bei 71 Prozent Reden, 58 Prozent Radiohören, 23 Prozent Nachrichten schreiben und 19 Prozent telefonieren.

Daher entwickle man nun eine Künstliche Intelligenz, die die Beschäftigung der Insassen erkenne und die entsprechende Warnmöglichkeit auswählt. Die KI soll die Semantik der menschlichen Sprache verstehen und wiedergeben können. Die Monetarisierung der Entwicklung sieht man beispielsweise beim Gesundheitswesen oder in der Omnichannel-Kundenbetreuung. Die Technik des Natural Language Understanding (NLU) wird gerade auf die deutsche Sprache geeicht.

Mitteilung

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