Mannheim plant Einsatz intelligenter Bildverarbeitung

In Mannheim plant man den Einsatz intelligenter Bilderkennung zur Kriminalitätsbekämpfung.

Was  in den USA bereits im Einsatz ist, soll auch in Deutschland Realität werden – wenn es nach dem Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, geht. Dieser will die Bilderkennung automatisiert durch eine Analyse auf Delikte untersuchen lassen.

ueberwachungskamera

Im Spannungsverhältnis zwischen Überwachung der Menschen und der Sicherheit, setzt man verstärkt auf Automatisierung. Dies soll die Polizei entlasten, wie man es auch in San Diego gemacht hat. Dort sind nicht nur Kameras, sondern auch Mikrofone an Laternen angebracht, die beispielsweise Schüsse ausmachen können.

Die Systeme in Mannheim sollen über keine Mikrofone verfügen und es findet auch keine Gesichtserkennung statt. Die kritischen Stimmen monieren aber eine Überwachung von Unschuldigen ohne Verdachtsmoment, was den Grundsatz der Unschuldsvermutung der Justiz eigentlich außer Kraft setzt.

Das System wurde vom Fraunhofer Institut entwickelt und impliziert 71 Kameras an 28 Positionen in der Stadt, womit man ein Bild der Lage erhält. Diese Informationen werden an den Polizei-Computer übermittelt, wo ein Algorithmus die Auswertung vornimmt. Dabei werden vor allem Bewegungsmuster ausgewertet. Somit soll Laufen, Hinfallen oder Schlagen erkannt werden. Das führt dazu, dass ein Alarm ausgegeben wird.

Das dies später nicht mit einer trainierten KI verfeinert werden könnte, was auch die Gesichtserkennung impliziert, ist dabei m.E. nicht ausgeschlossen. Es gibt auch kommerzielle Anbieter von Überwachungssoftware, wie Nvidia. Das IT Unternehmen hat mit Metropolis AI ein solches System entwickelt, das in China implementiert werden soll.

Die Kosten für das Überwachungsprojekt in Mannheim belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.

 Quelle

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