Japan: Schuldfindung mit Black Box

In Japan werden Autonome Fahrzeuge mit einer Black Box ausgestattet.

In Japan, so auch der Berger Index, gibt man bezüglich des Autonomen Fahren Gas – vor allem bei der Teilautonomie. Vor kurzem testete man dort an dem neuen Übertragungsstandard C-V2X, an der Fernsteuerung und Nissan startet weitere Tests ab März.

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Auch Mercedes-Benz erprobte in Japan das Autonome Fahren oder genauer gesagt das Platooning, wie es auf englisch heißt und Konvoi meint. Daran waren auch japanische Hersteller beteiligt.

Mit dem Aufkommen der Fahrzeuge, stellt man sich nun auch die Frage, wie man künftig mit Unfällen umgehen wird. In Deutschland bedient man sich dafür einer Black Box und auch in Japan scheint das das Ziel zu sein. Die japanische Regierung plant ein Gesetz dafür.

Der Datenspeicher, genannt Black Box, soll Informationen zur Zeit, zur Position und zum ausgeübten Fahrmanöver speichern; also die Lenkung, die Beschleunigung und das Bremsen. Im Falle eines Unfalls will man damit die Schuldigkeit herausfinden. Sollte das Auto, respektive das System schuldig sein, müsste der Hersteller eine Kompensation vornehmen. Überlegungen den Beitrag der Hersteller dazu zu begrenzen, wurde fallengelassen.

Die Daten werden von einer noch zu schaffenenden Regierungsstelle gesammelt. Gefundene Erkenntnisse sollen den Herstellern zur Verbesserung der Technik übermittelt werden. Der Entwurf ist für Fahrzeuge der Automatisierungslevels nach SAE – Level 3 und 4 – gedacht.

Bis Mai werden die Vorschläge auf dem Tisch diskutiert und sollen dann in die Richtlinien zur Automatisierung des Verkehrs einfließen. Über ein entsprechendes Gesetz wird vermutlich 2019 beraten. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 will man der Welt einen Autonomen Verkehr präsentieren.

Quelle (englisch)

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