IoT im Internationalen Wettbewerb

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Die Autoindustrie wird immer weiter Digitalisiert – und die Nationen beklagen, dass sie im Wettbewerb hinten liegen.

In Deutschland ist es vor allem der VDA, der mit Blick auf das Silicon Valley, Deutschland im Hintertreffen sieht. Weniger die Technik, mehr die rechtlichen Rahmen würden fehlen und dabei blickt man vor allem auch auf den Datenschutz.

IBM Continental Vernetztes Auto

Der VDA beklagt, dass im Vergleich mit den USA, der Standort Deutschland gefährdet sei. Neue Innovationen wären gefragt und die hätten in Deutschland wenig Nährboden. Man fürchtet aber auch eine Überregulierung, weswegen man die Industrie mit anderen Teilnehmenden mit an den Runden Tisch gesetzt hat. Dort geht es aber nicht um das Autonome Fahren, denn diese Entwicklung ist tatsächlich noch weit weg. Aber die Teilautonomie steht vor der Kommerzialisierung. Der DVR rät für die Reise bestimmte Assistenzsysteme und insgesamt mehr Technik für die Verkehrssicherheit.

Die Politik sei gefragt, doch hier streitet man noch über die Teststrecke, während andere Länder bereits Abschnitte freigegeben haben, wie Finnland und die Niederlande.

In den USA, zu denen man sich in Konkurrenz sieht, gäbe es bessere Voraussetzungen. Auch hier gibt es in einigen Bundesstaaten Lizenzen zum Testen Autonomer Fahrzeuge und auch beim IoT, beim Internet of Things (Internet der Dinge) – also bei der Vernetzung sei die USA vorne.

Gerade im Bereich der Vernetzung ist der Aufbruch deutlich spürbar, denn die Versprechungen nach Kostenersparnis und Effizienz sind begehrt. Auch hier quert der Datenschutz, und die Industrie und auch die Versicherungen mit Blick auf die Telemetrie-Daten, drängeln.

Auch in den USA entwickeln sich verstärkt Diskussionen um den Datenschutz, vielleicht auch ob der Ausspähung von Fahrzeugdaten durch die US-Regierung. Und auch hier ist das Gegenargument zum Datenschutz, der Wettbewerbsvorteil. In letzter Zeit mehrten sich die Stimmen in den Medien, dass man hinten liege, wie beispielsweise auf politico.

In den USA gibt es inzwischen auch einen Kampf um IT-Kräfte. So stehen sich die ehemalige Autoindustrie in Detroit in Michigan dem Silicon Valley gegenüber. Daher will man aus Michigan eine Art „Little Germany“ machen, auch um der Reputation willen. Das Institut für Transportwesen der Universität von Michigan (UMTRI) ist eine der Institutionen zur Entwicklung von Assistenzsystemen, Sensorik und Autonomem Fahren. Zudem betreiben sie immer wieder soziale Forschung in diesem Bereich, wobei deren Studie zur Reiseübelkeit im Autonomen Auto für Schlagzeilen sorgte. Sie verfassten auch eine Analyse, wonach die Erwartungen gegenüber dem Autonomen Fahren zu hoch seien.

Vor Kurzem war der Ministerpräsident von Baden-Württemberg im Silicon Valley um sich Ratschläge einzuholen. Doch ist die USA Deutschland wirklich voraus?

Tatsächlich liegen Deutschland und die USA weit hinter China, respektive hinter Asien. In Singapur hat man große Anstrengungen unternommen, um den Verkehr zu reduzieren. Aber vor allem China trumpft hier auf – nicht nur weil China der Markt von Morgen ist, sondern auch ob der Patente. Seit 2004 holt China in Sachen Export von High-Tech stark auf. Und tatsächlich liegt Deutschland in diesem Ranking noch vor den USA. In Asien werden aber die meisten Innovationen im Bereich IoT entwickelt.

Außerdem plant China ein Internet Plus Programm und nicht zu vergessen sind die IT-Firmen, wie Baidu oder Alibaba. Auch eine CES gibt es inzwischen für Asien, wo Audi die Keynote halten durfte. Aus der Berylls-Studie geht hervor, dass das Interesse an Vernetzung höher ist, als in Deutschland – wobei ein Grund der Datenschutz sei, um den sich in China nicht so viel Diskussion bildet.

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