HS Kempten: Kontrolle abgeben verursacht Stress

Wie Forschende der Hochschule Kempten untersuchten, verursacht es Stress, wenn man die Kontrolle ans Auto abgibt.

Das Ziel der Assistenzsysteme ist es, die Sicherheit und die Bequemlichkeit zu erhöhen. Doch offenbar verursacht das auch Kopfschmerzen.

Fahrsimulator Fraunhofer Institut

Fahrsimulator Fraunhofer Institut

Die Hochschule im bayrischen Kempten hat eine Forschungsarbeit vorgelegt. Darin wird dargelegt, dass die Menschen Stress empfinden, wenn sie die Kontrolle an das Fahrzeug übergeben sollen. Um die Probanden der Situation auszusetzen, hat man die Tests in einen Fahrzeugsimulator vorgenommen.

Die Strecken beinhalteten alles – vom simulierten Schnee bis zu simulierten Tieren und andere, simulierten Fahrzeuge selbstverständlich. Die Fahrt wurde auf Fernstraßen unter hoher Geschwindigkeit unternommen. Die Probanden waren aus den Alterskohorten von 18 bis 65 Jahre. Bei allen Personen stieg der Stress an, als der Spurhalteassistent übernahm – und das sogar bei verminderter Geschwindigkeit.

Die Forschenden erklären den Effekt durch die innere Weigerung die Kontrolle an das Auto zu übergeben, vor allem weil die Technik noch nicht finalisiert sei. Diese Furcht zeigen Studien immer wieder. Zusammen mit der Angst gehackt zu werden sind es die Hauptargumente der Skepsis.

Andere Studien konstatieren ein steigendes Vertrauen mit steigender Erfahrung mit dem System. Wenn man sich daran gewöhnt hat, führt es vielleicht nicht mehr zu einem Stressgefühl. Allerdings warnen andere Studien, dass die Menschen die Fähigkeit zu Fahren auch verlernen können. Eine Studie der RAND Gruppe fordert eine beschleunigte Einführung des Autonomen Fahrens, um Hunderttausende von Menschenleben zu retten.

Quelle

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