Hochautomatisiertes Fahren | Fraunhofer Studie

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Das Fraunhofer IAO hat sich im Auftrag des BMVI die industriepolitischen Aspekte beim Hochautonomen Fahren angeschaut.

In der rund 370 Seiten langen Studie des Fraunhofer Instituts ging es um die vor allem folgende Punkte: Wie gut funktionieren Autonome Fahrzeuge? Wie steht es um die Markteinführung? Wie steht es um die Übergabe von Manuellem zu Autonomem Fahren und wie muss die Infrastruktur der Hochautonomie angepasst werden?

Fraunhofer Institut IAO Stuttgart

Fraunhofer IAO Stuttgart

Schon im September kam eine Vorversion des Berichts heraus, nun kann man die ganze Studie auf den Seiten des BMVI einsehen. Das Bundesverkehrsministerium hatte auf der IAA diesen Jahres seine Strategie vorgestellt und auf der A 9 entsteht das Testfeld Digitale Autobahn.

In der Studie wird das Jahr 2020 für die Hochautonomie angesetzt, jedoch verweist man auch auf die schiere Ungreifbarkeit der zeitlichen Abläufe. Der Entwicklung stehen aber noch einigen technische Hürden im Weg. Dazu zählt die Studie die Probleme bei der Qualität und Stabilität, der funktionalen Sicherheit, die Robustheit bei schlechten Verkehrsbedingungen, die Verbesserung der Sensorik und der Karten, die Kostenreduktion, verbesserte HMIs, Zulassungsaspekte, Datensicherheit & Datenschutz und die Infrastruktur-Bereitstellung; respektive Streckenfreigabe. Die Vollautonomie (siehe Glossar), so die Prognose, könnte man ab dem Jahr 2030 erreichen.

Ein Kapitel der Fraunhofer Studie beschäftigt sich mit der Frage des Standorts Deutschland. Hierbei bemängelt man vor allem das geringe Testaufkommen in der Stadt. Dies sei in Großbritannien, den USA oder Singapur im internationalen Ranking besser. Vor allem Großbritannien sei man vorne dabei, doch würde man wenig davon hören. In den USA sei die föderale Struktur hinderlich bei der Gesetzeseinführung. Jedoch hätten IT Firmen besser Möglichkeiten, die sich auch nutzen würden.

Japan, so die Studie, könnte auf Grund der massiven politischen Förderung bald den Anschluss beim Autonomen Fahren an die USA und Europa finden. Auch in Deutschland, so das Fraunhofer Institut, wurde das Potential erkannt und entsprechen gefördert werden. Was die Haftung betrifft, fordert die Studie die Fahrenden zu entlasten. Jedoch glaubt man gar nicht an eine „Haftungslücke“.

Der rechtliche Rahmen müsste, so das Fraunhofer, vor allem international geändert werden. Dies betrifft das Wiener Abkommen, das entsprechend für das Autonome Fahren modifiziert werden müsste. In Deutschland hemmt das Grundgesetz mit Blick auf die Schutzpflicht des Staates; wobei die Technik erst erlaubt werden dürfe, wenn es wirklich sicher funktioniert.

In puncto Google konstatiert der Bericht zwar bessere Bedingungen für das IT-Unternehmen aus den USA, jedoch wäre man dort nicht wesentlich weiter als beispielsweise bei Mercedes-Benz. Dennoch hat Google angekündigt, 2018 die Serienreife erreichen zu wollen, wobei der Grad der Autonomie fraglich ist.

Die Wertschöpfung wird von der Studie mit Blick auf die bisherigen Einnahmen gut eingeschätzt, so würden auch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

Abschließend geht die Studie auf die Frage des volkswirtschaftlichen Nutzens ein, der die Umwelt, die Verkehrsunfälle und Staus betrachtet. Dieser liegt der Fraunhofer Analyse nach zwischen 1,59 Millionen Euro und 3,07 Millionen Euro pro Jahr ab dem Jahr 2020. Unter Hinzunahme aller positiver Effekte soll der maximale Nutzen bei 320 Euro pro Auto liegen. Jedoch gibt man zu bedenken, dass der mangelnde Internetausbau dies blockieren könne.

Auch der Fokus sollte anders gelegt werden. Derart sollte man eher eine Strategie für die „intelligente Mobilität“ statt auf für das „Hochautonome Fahren“ entwickeln. Darüber hinaus empfiehlt die Studie den Rechtsrahmen so bald wie möglich zu schaffen, das Internet auszubauen und Datenbanken bereitzustellen. Die Politik sollte verstärkt fördern, das Testen erlauben und Zusammenarbeit als Synergieeffekt begreifen. Zudem dürfe die Bildung und der Nachwuchs nicht außer Acht gelassen werden.

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