HMI & Teil-Autonomes Fahren | Ford

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Dr. Becker bei Ford Deutschland nannte seinen Vortrag auf der HMI Konferenz von we.connect „Vom assistierten zum Automatischen Fahren – Was hat HMI erreicht und was kommt noch?“ (Sinngemäß übersetzt)

Dr Becker Ford Car HMI 2015

Auch dieser interessante Vortrag entstammt der Konferenz Car HMI Concepts & Systems 2015 des we.connect Veranstalters. Das Thema des Vortrags von Dr. Becker von Ford betraf die Idee der Assistenzsysteme bis zum Autonomen Fahren zu beleuchten, ihre Herausforderungen im Bereich der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine (HMI) zu betrachten und einen Ausblick zu geben.

Die Vorstellung des Teil- und Autonomen Fahrens (siehe Glossar) wird mit gesteigertem Komfort und gesteigerte Sicherheit verbunden. Der erste Schritt waren die Assistenzsysteme, nun geht es um die Teilautonomie beim Fahren. Das bedeutet für die HMI die Frage, wie kann man den Fahrenden alle Funktionen erklären? Denn schon bald geht es um die Car2X Kommunikation, die weitere Herausforderungen mit sich bringt.

Die Herausforderung des Verstehens der Technik, bedarf der sogenannten „Mentalen Modellen„, sprich: was erwarten die Menschen bei diesen Funktionen. Mit der Teilautomatisierung hat der Mensch immer noch eine wichtige Rolle und er muss sich auf den Verkehr konzentrieren. Auf die Über- und Untervertrauensfähigkeit der Menschen weit auch der  Vortrag des NASA Psychologen hin.

Ford-Studie

Zur Erforschung des mentalen Modells hat Ford eine Studie erstellt, wobei man Männer befragte, wie sie sich einschätzen: Erfahren mit modernen Systemen oder nicht – für Letzteres entschieden sich doppelt so viele. Das Testverfahren setzte sich fort, in dem man die Leute fragte, was sie beim Teilautonomen Fahren erwarten. Danach hat man ihnen die Systeme erklärt und im Anschluss, durften sie die Systeme im Simulator ausprobieren. Dabei begann es plötzlich zu regnen, was wird erwartet? Tatsächlich gingen die meisten davon aus, dass das Auto das von Alleine löst. Bis auf eine Person, glaubten alle, dass das Auto sich verlangsamt, der andere erwartete, dass eine Frage erscheint, ob man langsamer werden soll. Auf die Frage, wie sich das Auto an einer Baustelle verhalten soll, waren die Leute erstmal perplex, die meisten glaubten, es stelle kein Problem dar, ein Drittel glaubten an eine temporäre Übergabe an den Menschen und wenige glaubten, dass der Mensch alles machen muss. Tatsächlich stellen aber Baustellen eine enorme Herausforderung an solche Systeme. Großes Vertrauen hatten die meisten Befragten auch, wenn es darum geht, dass aus einer Fahrbahn, zwei werden.

Checkliste der Autoindustrie & ISO 9241 für HMIs

Dr. Becker erklärte eine Vorgehensweise, das wohl bei allen Herstellern verwendet wird: Die HMI Checkliste für Assistenzsysteme. Sie sollen die Frage der Verständlichkeit, der Vorhersage (eHorizon), Kontrollfähigkeit und ob es sicher vor Missbrauch ist. Die Checkliste der Autoindustrie besteht aus sechs Fragen:

  • Verstehen auch andere Verkehrsteilnehmer die Reaktion des Systems und wenn nicht, können sie damit umgehen?
  • Muss der Mensch am Steuer aufmerksam sein, um das System zu überwachen?
  • Ist das Fahrzeug bei einer Störung noch Funktionstüchtig, wenn man das System abschaltet oder übersteuert?
  • Kann man Einstellungen ändern, ohne unerwartetes Verhalten des Systems auszulösen?
  • Ist das System selbsterklärend?
  • Ist die Bedienung oder Überwachung des Systems ohne eine großartige Aufmerksamkeitsverschiebung möglich, so dass keine Gefahren auftreten?

Dafür dient auch die ISO 9241, welche HMIs regelt. So die Frage der Bedienbarkeit der Aufgabe, die Eignung für die Lernbarkeit und für die Personalisierung. Entspricht es der Erwartung, ist es selbsterklärend, kontrollierbar und hat es eine gewisse Fehlertoleranz gegen ungewollte Aktivierung?

Beim Design des HMI geht es neben der Funktionalität auch um das angenehme Auftreten oder ob es aktiviert wird oder aktiviert werden muss. Auch die Frage der Farben ist relevant, hier sollte man sich auf einen Standard einigen.

In der Konsequenz bedeutet das ein intuitiveres System, wobei verschiedene Systeme in einer Anzeige zusammen gefasst werden. Ein Display muss einfach alle Informationen anzeigen können und dafür eignet sich nach seiner Ansicht vor allem die Vogelperspektive. So soll ein Auto mit zwei Kreisen umzogen sein, die betroffene Stelle leuchtet auf. Damit kann man die Komplexität reduzieren und ein Feedback einfach darstellen.

Einfaches Intuitives HMI Design Ford

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