Haftung bei der Open Source Software von Comma.ai?

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Die Veröffentlichung der Daten zum Nachrüstmodul von Comma.ai ziehen Fragen der Haftung nach sich.

Das Unternehmen Comma.ai (oder zuvor GeoHot) wollte ursprünglich ein Nachrüstmodul für bestimmte Fahrzeuge auf den Markt bringen, das die Fahrzeuge teilweise automatisieren würde – und das für rund 1.000 US-Dollar. Doch die Regularien des US-Bundesstaates Kalifornien ließen den Gründer offenbar zur Aufgabe bewegen.

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Im diesem Zusammenhang veröffentlichte man den Code für das Projekt im Internet, wo es sich herunterladen lässt. Was ist aber, wenn das jemand benutzt und damit einen Unfall verursacht? George Hotz verweist auf das Unternehmen. Nicht er, sondern Comma.ai habe den Code hochgeladen.

Doch an dieser Perspektive gibt es Zweifel. Kritische Stimmen in den USA sehen ihn im Zweifelsfall doch in der Haftung, da man den Code ja veröffentlicht habe. Damit wäre derjenige, der die Software programmiert und nicht der Hersteller des Fahrzeugs zur Verantwortung zu ziehen. In einer diesbezüglichen Umfrage des VZBV haben die meisten Menschen die Haftung bei einem Unfall mit einem Autonomen Fahrzeug beim Hersteller gesehen.

Bei Comma.ai hat man inzwischen reagiert. So schreibt IEEE Spectrum, dass man dem Download einen Haftungsausschluss hinzugefügt habe. Darin heißt es, dass die Software nur für Forschungszwecke genutzt werden sollte und jede Person sei selbst für die Einhaltung der Gesetze verantwortlich. Es gäbe keine Garantie für das einwandfreie Funktionieren.

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