Bosch: Erfassung der Fahrenden | Aufmerksamkeit & Absicht

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Der Autozulieferer Bosch will, wie die anderen Unternehmen, auch die Fahrenden besser überwachen und dessen Aufmerksamkeit registrieren. Unaufmerksamkeit nimmt einen hohen Anteil an der Unfallursache ein.

Immer mehr rückt der Fahrende in den Mittelpunkt der neuen Autotechnik, denn es geht um die Aufmerksamkeit und wie man diese messen kann. Aber nicht nur Bosch arbeitet an dererlei Maßnahmen, auch andere Autozulieferer oder Autohersteller.

Bosch Vernetzte Technik

Zur Etablierung solcher Assistenten bedarf es der Überwachung des Fahrenden. Hat dieser die Aufmerksamkeit und die Konstitution um alle Situationen zu meistern, was die Reaktionszeit und die korrekte Wahrnehmung betrifft. Dies kann man kaum direkt messen, aber durch die Analyse des Verhaltens lassen sich Muster erarbeiten.

Zum einen nutzt man dafür die Analyse des Verhaltens bei der Betätigung von Gas und Bremse, sowie das Lenkverhalten. Dieses Verhalten ändert sich bei Müdigkeit. Dafür bedarf es keiner zusätzlichen Hardware, doch bedarf es eines lernfähigen Systems, um sich individuell einzustellen. Zudem muss man die Wechselwirkung mit anderen Fahrassistenzsystemen vermeiden.

Darüber hinaus lässt sich messen, ob man andere Aktionen tätigt, wie den Bordcomputer bedienen oder das Radio einstellen; was man tut und wie lange man dafür braucht wird vom Computer erkannt. Dadurch weiß das System unmittelbar ob wir visuell oder kongnitiv bei der Sache sind.

Als dritte Überwachungsinstanz nutzt man die Innenraumkamera. Die zusätzliche Hardware, in  Form von Kameras im Cockpit, erkennen die Kopfstellung und die Blickrichtung und analysieren, ob man sich dem Verkehr widmet oder nicht.  Damit ist die Kameraüberwachung die effektivste Erkennungsmethode, wo der Fahrerende mit den Augen ist.

Mit einer entsprechenden Überwachung kann der Fahrende vorher über gefährliche Situationen hinweisen und eine eventuellen Unfall vermeiden. Die entsprechenden Muster haben sich aus vielen Tests ergeben, wo man den Probanten verschiedene Nebenaufgaben gab.

Andere Forschungsansätze setzten dabei auf die Gehirnaktivität, um die kognitive Fähigkeit zu analysieren.

Intension des Fahrenden UR:BAN von Bosch

Das Projekt UR:BAN von Bosch widmet sich der Absicht des Fahrenden, was ein wichtiger Schritt ist, damit das System nicht gegen die Absicht des Fahrenden handelt. Die Assistenzsysteme reagieren auf der Basis der Verkehrssitation, doch wenn das System nicht weiß, welche Intension der Fahrende hat, kann es zu Falschwarnungen oder -empfehlungen kommen.

Um das zu erkennen bedarf es der Verwendung der Sensorik und Analyse derer Daten, wie oben beschrieben. Und das für verschiedene Verkehrssituationen, wie Stand, Fahrstreifenwechsel, Abbiegen, Anfahren, Folgen, Anhalten, Annähern oder an einem Hindernis vorbei zu fahren.

In den jeweiligen Situtationen gibt es verschieden Fahrmanöver, welches ist das Wahrscheinlichste? Dafür gibt es verschiedene Merkmale, die das Verhalten prognostizieren. Die Merkmalansalyse basiert auf den Manövervorbereitungen. Es wird die Intension des Fahrenden eingeschätzt und Hilfe bei der Durchführung gegeben.

Beispielsweise wird bei einem Fahrsteifenwechsel der Tote-Winkel-Warner und der Tempomat (ACC) angepasst, und der Spurwechselassistent aktiviert. Bei einer Engstelle werden Empfehlung zur Befahrbarkeit in Breite und Gegenverkehr betreffemd ausgegeben, der Engstellenassistent wird aktiviert. Bei einer Notbrems- und Ausweichsituation wird ebenfalls Warnungsabfolge anpasst. Bei Kreuzungsszenarien wird die intendierte Fahrtrichtung errechnet und  eine spezifische Warnung bei drohenden Kollisionen ausgegeben, sowie, wenn man die Vorfahrtsregeln missachtet.

Am Beispiel des Blickverhalten bei einem Spurwechsel bietet die Vorhersage eine hohe Wahrscheinlichkeitsquote. Man misst die Blicke und stellt beispielsweise fest, dass man bei einem Spurwechsel häufig in den entsprechend linken und Rück-Spiegel blickt und weniger nach rechts.

Die Forschung, so Bosch, habe Priorität.

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