BMWs Bericht zum Automatisierten Fahren

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Der Autohersteller BMW seine Vorstellung zur Entwicklung des Automatisierten Fahrens vorgelegt.

Auf etwa 19 Seiten fasst BMW seine Entwicklungen in Zukunft und in der Vergangenheit, sowie die Definitionen und dererlei mehr zusammen. Dabei wird auch auf die Fähigkeiten der Sensorik (Lidar, Kamera, Radar, Ultraschall) und GPS eingegangen.

BMW Sensorik

BMW Sensorik. Quelle: BMW

Künftig, so der Bericht, würde das Aufpassen durch den Menschen ausgemerzt werden. Mit der Zielmark Level 5 gibt man bei BMW Vollgas. Tatsächlich spricht der Bericht auch davon, dass der iNext 2021 auch über Level 5 verfügen soll, jedoch ist die Umsetzbarkeit von den Rahmenbedingungen abhängig. Das könnte noch nicht abgesehen werden. Gerade erst hatte man in der Diskussion einen Rückzieher gemacht und nun doch?

Mit dem Kartenmaterial, das von HERE kommt, will man auch die Möglichkeiten des Vorausschauenden Fahrens ausschöpfen. Dabei erörtert man gerade, wie hoch Informationsdichte sein sollte. Ein Spagat zwischen Qualität und Quantität.

Da die Gesetzgebung das Betreiben Teil- und Hochautonomer Fahrzeuge ermöglicht, macht BMW auch klar, dass es noch kein Autonomes Fahren gibt. Die derzeitigen Systeme dienen der Unterstützung, aber man befände sich an der Grenze zur Hochautonomie. Dafür braucht es Fail-Operational-Systems, also Redundanz-(Ersatz-)Systeme, die im Notfall eingreifen. Die Hochautonomie will man bis 2021 sicher erreicht haben: Mit dem BMW iNext.

Die Frage der Ethik sieht man bei BMW noch als Zukunftsmusik, abgesehen davon ist eine solche Entscheidung durch das Grundgesetz nicht gedeckt. Man darf niemanden – aus welchem Grund auch immer – bei einem Unfall vermeiden oder präferieren. Die Frage muss letztlich die Gesellschaft beantworten und zudem sei es im Vorkommen sehr gering. Doch können durch Autonomes Fahren viele Unfälle vermieden werden, da die meisten Unfälle durch unangemessen Geschwindigkeit und Fahrweise verursacht werden. Und Computer können nicht abgelenkt werden, aber – so meine Meinung – gehackt 😉

Der Bericht geht auch kurz auf den Campus Unterschleißheim ein. Dort werden letztlich mehr als 2.000 Personen arbeiten und das Autonome Fahren entwickeln. Der Campus wird zeitgleich mit dem Beginn der Testfahrten von BMW seine Arbeit aufnehmen. Die Teststädte sind in den USA, wo Intel sitzt, bei Mobileye in Israel und am Hauptsitz von BMW in München. Delphi wurde nicht genannt.

Bis zur Absicherung der Fahrzeuge bräuchte es 240 Millionen Testkilometer in der realen Welt. Daher konzentriert man sich auf Basissituationen. Andere Untersuchungen gehen von elf Milliarden Testmeilen aus und entwickelten eigens dafür eine neue Test-Methode.

Auch die Künstliche Intelligenz wird erwähnt, denn sie agiere in verschiedenen Bereichen. Von der Produktion, über die Kartographierung und Sharing-Angeboten bis zur Personalisierung der Dienste. Abgesehen davon sei sie der Schlüssel für Level 5. Die KI organisiert die Datenmengen, was mittels neuronaler Netze, Rechenkapazität und Algorithmen ermöglicht wird.

Die Herausforderungen bestehen künftig darin, die Koordination der weltweiten Aufzeichnung, Speicherung, Verwaltung und Analyse der Daten. Die Absicherung erfolge durch Generalisierung, Degradation und im „Umgang mit außergewöhnlichen Gefahrensituationen“.

Quelle

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