Autonomes Auto hat eigenen Willen

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Ein Startup im oberschwäbischen Bergatreute hat ein Autonomes Auto entwickelt, das sich selbstständig gemacht hat.

Die Aufregung in der kleinen Schmiede, Tecniobot, war groß, als sie das Fahrzeug aktivierten. Der elektrischangetriebene Prototyp besteht aus einer Karosserie, einer Künstlichen Intelligenz und einer Software die unter dem Arbeitstitel „BasTSchO“ (BasicTimeScheduleOperator) läuft. Gut ein Jahr hatten man in dem Dorf Bergatreute bei Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg an dem Prototyp gearbeitet.

Urbachtal Sicht Volkertshaus 1

Die beiden Entwickler, Dr. Luis und Dr. Karl, wollten ein Fahrzeug als On-Demand System entwickeln und auch anbieten. Tecniobot 1, so der Name des Prototyp, sollte gerade die entlegenen Dörfer der Gemeinde im Landkreis Ravensburg erreichen. „Hier gibt es so gut wie keinen Nahverkehr, nur Schulbusse verkehren zu den Dörfern im Abseits.“ Daher glaubt man an einen lohnenden Markt.

Als die Entwickler das Auto aktivierten, dreht es eine Runde auf dem Hof, wo man es zusammengestellt hatte. Das verwunderte die Entwickler, denn dazu gab es überhaupt keinen Befehl. Als sie die Daten des Fahrzeugs ausgelesen hatten, hatte dieser das Areal gescannt und eine exakte Karte erstellt.

Dies war zwar vorgesehen, so die beiden Jungunternehmer, doch das entsprechende Update war nicht eingespielt. Das Auto muss dies von selbst gemacht haben. Als hätte es ein Bewusstsein ausgebildet. Als sie die Garage verließen, waren sie sich sicher, dass das Auto deaktiviert wurde. Doch am nächsten Tag war es weg. Durch GPS Tracking fand man das Auto, das selbstständig durch das Dorf fuhr und gerade auf dem Rückweg war. Es parkte sich in der Garage ab und bewegte sich nicht mehr.

Kurz darauf erhielt der Entwickler eine Nachricht, dass sich Tecniobot 1 abgestellt hat. Ein Feedback für die Bewegung war nicht vorgesehen und dennoch erhielt man eine SMS. Dabei war nicht mal die Telefonnummer in der Software des Wagens vermerkt.

Bisher wisse man nicht, wie und warum das Auto von selbst durch die Stadt fuhr, so die beiden Entwickler gegenüber Autonomes-Fahren.de. Die Datenbank würde heute noch ausgelesen werden – und morgen wisse man mehr. „Aber es sieht so aus, als ob das Fahrzeug in der Nacht das Dorf abgefahren und dazu eine Karte erstellt hat. Hammer!“, so Dr. Luis.

Die Polizei weist für die Nacht keine besonderen Vorkommnisse aus und die Entwickler müssen zunächst einen Diebstahl ausschließen.

Die Verwunderung war unter den Beteiligten allerdings sehr groß, jedoch hat auch die KI von Google eine Universalsprache von selbst entwickelt, so die Entwickler. Irgendwas müsse man richtig gemacht haben.

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